Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG)

Digitalisierung fördern, Investitionsstau auflösen

Als langjähriger Partner unserer Kunden kennen wir die Zwickmühle nur zu gut, in der sich deutsche Krankenhäuser bereits vor der Pandemie befanden. Digitalisierung sollte u.a. für die Umsetzung der elektronischen Patientenakte weitreichend eingeführt werden, die erforderlichen Investitionen u.a. in die Infrastruktur stehen dabei in Konkurrenz zu der dringenden Modernisierung in die Jahre gekommener und damit kostenintensiver Medizintechnik sowie latenter Personalknappheit.

Das von der Bundesregierung verabschiedete Krankenhauszukunftsgesetz, kurz KHZG, soll kurz- und mittelfristig die benötigten Mittel zur Verfügung stellen und fördert Projekte, die den Kriterien einer der 11 sog. Fördertatbestände entsprechen. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf der Digitalisierung der Ablauforganisation, Dokumentation und Kommunikation sowie der Verbesserung der Telemedizin, Robotik und Hightechmedizin.

 

 

Von insgesamt 4,3 Mrd. Euro werden 3 Mrd. nach dem Königsteiner Schlüssel auf die Bundesländer verteilt. 70% der Investitionskosten werden somit vom Bund und die restlichen 30% von den Ländern und/oder den Krankenhausträgern übernommen. Der Länderteil könnte auch vollständig vom Träger übernommen werden, dazu steht ein Förderprogramm der KfW: „Investitionskredit Digitale Infrastruktur“ bereit. Das Land andererseits kann mehr als die 30% des Vorhabens fördern.

Verwirrend? Ja, das finden wir auch! Deshalb haben wir Ihnen im Folgenden ein paar grundlegende Informationen und Hinweise zusammengestellt.

 

Was ist förderfähig?

Gefördert werden können Kosten für: Beschaffung, Entwicklung, Errichtung oder Erweiterung sowie den initialen Betrieb der erforderlichen technischen und informationstechnischen Maßnahmen während der Projektlaufzeit.

Es werden auch Vorhaben gefördert, die bestehende Einrichtungen erweitern, modernisieren und insbesondere den Datenschutz erhöhen. Es ist vorgeschrieben, dass 15% der Fördersumme nachweislich in IT-Sicherheit investiert wird.

Gefördert werden Vorhaben, die einem der Fördertatbestände zugeordnet werden können und den MUSS Kriterien der im folgenden aufgeführten Fördertatbestände entsprechen. In den meisten Fällen muss ein berechtigter IT-Dienstleister einen Nachweis darüber erstellen, der der Beantragung beizufügen ist.

Förderfähige Vorhaben nach § 19 Absatz 1 Satz 1 KHSFV

  1. Aktualisierung der (informations-)technischen Ausstattung der Notaufnahme
  2. Patientenportal für digitales Aufnahme- und Entlassmanagement
  3. Strukturierte elektronische Dokumenation von Pflege- und Behandlungsleistungen
  4. Automatisiertes klinisches Entscheidungsunterstützungssystem
  5. Digitales Medikationsmanagement
  6. Krankenhausinterner digitaler Prozess zur Anforderung von Leistungen
  7. Strukturiere Abstimmung des Leistungsangebots mehrerer Krankenhäuser, z.B. über Cloud Computing-System
  8. Online-basiertes Versorgungsnachweissystem für Betten
  9. Telemedizinische Netzwerkstruktur zwischen Krankenhäusern und ambulaten Einrichtungen; robotikbasierten Anlagen
  10.  Organisatorische und technische Vorkehrungen für Informationssicherheit
  11.  Anpassungen von Patientenzimmern an die besonderen Behandlungserfordernisse im Falle einer Epidemie

Wie erfolgt die Beantragung?

  • Krankenhausträger beantragen ihre Vorhaben bei ihren Landesministerien für Soziales und Integration.
  • Fristen und Antragsprozedur sind in den Bundesländern unterschiedlich gehandhabt. Die Länder müssen ihre Anträge spätestens zum 31.12.2021 beim BAS eingereicht haben. Die Fristen für die Einreichung durch die Krankenhausträger bei den Landesministerien werden entsprechend früher sein.
  • Das zur Förderung beantragte Vorhaben darf frühestens am 02. September 2020 begonnen haben (Vertragsschluss) und sollte spätestens zum 31.12.2024 abgeschlossen sein.
  • Kliniken unter privater Trägerschaft sind ebenfalls zur Beantragung eines Vorhabens berechtigt
  • Ablauf der Beantragung https://www.krankenhauszukunftsfonds.de/Redaktion/Schulung/Dossiers/schulung-kapitel-4.html

Wie kann mich Richard Wolf in meinem Vorhaben konkret unterstützen?

Ziel des Fördertatbestand 3. „Digitale Pflege- und Behandlungsdokumentation“ ist es u.a. die Behandlungsdokumentation komfortabler, durchgängig digital und vor allem sicherer zu gestalten. Die Kette der beteiligten Prozesse von der Aufnahme des Patienten bis zu seiner Entlassung ist jedoch sehr lang.

Seit mehr als einem Jahrhundert unterstützt unsere Expertise und Produkte die sichere Durchführung endoskopischer Prozeduren. Diese Expertise kommt auch bei der Generierung einer patientenorientierten OP-Dokumentation zum Tragen, denn unsere Dokumentations-Systeme core.browser 1.6 und das EVOLUTION4K Recording System erlauben eine automatisierte Zuordnung und Speicherung der bei einer Operation erzeugten Medien. Das spart konkret Geld, denn jeder noch so kleine Arbeitsschritt kostet Zeit und es macht den Gesamtprozess sicherer, denn jeder noch so kleine Arbeitsschritt ist eine potentielle Fehlerquelle.

Der core.browser 1.6 erlaubt zudem die Steuerung unsere Medizinprodukte wie Kamera, Insufflator, Pumpen oder Shaver komfortabel über einen Touchscreen. Das umständliche Bedienen der Geräte an deren Front entfällt und damit auch die Gefahr dem Sterilbereich zu nahe zu kommen.

Womit wir beim Thema Fördertatbestand 9 angekommen wären, der Anlagen fördert, die Ärzt:innen bei der Durchführung von Operationen unterstützten.

 

Mit core nova bieten wir für diesen Aspekt ein integriertes OP-System, das mit verschiedenen Modulen an die konkreten und individuellen Bedürfnisse des OP-Teams angepasst werden kann.

core nova  core.browser 1.6 

EVOLUTION 4K Recording System

DICOM Workflow mit core nova

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