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Richard Wolf GmbH |
Das Endoskop - Aufbau und TechnikDas Endoskop ist ein Gerät, welches insbesondere in der Medizin einer technischen Erleichterung bei der Diagnostik von Erkrankungen dient. Insbesondere bietet das Endoskop die Möglichkeit, Organe und Körperregionen zu untersuchen, die mit herkömmlichen Röntgenaufnahmen nicht annähernd vergleichbar darzustellen sind. Daher ist das Endoskop heutzutage nicht mehr aus der Medizin wegzudenken. Das Endoskop ist als eine Art Seh-Rohr oder Seh-Schlauch mit Lichtquelle zu verstehen, dabei ist es möglich, Hohlräume zu untersuchen oder schwer zugängliche Gebiete zu beleuchten und zu betrachten. Früher wurde lediglich Licht in den Untersuchungsapparat gespiegelt, um das zu untersuchende Gebiet auszuleuchten. Heutzutage gibt es unterschiedlichste Endoskop Modelle, die durch ihre verbesserten Licht- und Bildergebnisse eine optimale Diagnostik ermöglichen. Ob Magen-Darmtrakt, Luftröhre, Speiseröhre, oder Hals-, Nasen-, Rachen-Raum oder andere schwer zugänglichen Organe des Menschen (oder von Tieren), das Endoskop ist bei vielen Untersuchungen unumgänglich. In der heutigen Medizin ist ein Endoskop oftmals mit einer Kamera ausgestattet und liefert über die Verkabelung zu einem Monitor hochauflösende Bilder von den untersuchten Gebieten. Auch bewegte Videoaufnahmen sind heutzutage kein Problem und für den behandelnden Arzt eine große Hilfe bei der Patientenbehandlung. Leider sind diese Geräte kostenintensiv und nicht bei jedem niedergelassenen Arzt oder Facharzt zu finden. Das Endoskop gibt neue EinblickeFür den Patienten stellt das Endoskop eine völlig neue Art des Miterlebens einer Untersuchung beim Arzt oder Facharzt dar. Durch die Übertragung der aufgenommenen Bilder auf hochauflösende Monitore und die begleitenden Erklärungen des behandelnden Arztes sind Diagnosen für den betroffenen Patienten sehr gut zu verstehen bzw. der Patient kann sich ein reales Bild von seinem Problem machen und das Ergebnis einfach nachvollziehen. So ist das Endoskop sowohl für den Arzt aber auch den Patienten eine hervorragende technische Anwendung zur Untersuchung und Behandlung von akuten und chronischen Krankheiten. Heutzutage ist es auch viel einfacher geworden, erkrankte Gelenke zu behandeln, da durch den Einsatz eines Endoskop auch schwer zugängliche Stellen untersucht bzw. „beleuchtet“ werden können. Gelenke, die von Sehen, Bändern, Knorpel usw. umgeben sind oder in Verbindung mit Blutgefäßen stehen, können genauso wie Tumore durch den Einsatz von Endoskopen gut behandelt werden. Aber nicht nur in der Medizin sind starre oder flexible Varianten des Endoskop im Einsatz. Auch in der industriellen Produktion, Forschung, Archäologie oder anderen Gebieten findet das Endoskop in der heutigen Zeit Anwendung. Es ist eine Art Hightech-Taschenlampe für alle erdenklichen Anwendungen. Zur Gesetzmäßigkeit gehört: je größer der Durchmesser, desto besser das Bild und Ergebnis. Da heutzutage - insbesondere in der Medizin - körperverträgliche Materialien verwendet werden, sollte man auf die Untersuchung mit einem Endoskop nicht verzichten, sofern eine solche medizinisch indiziert ist.
Aufbau eines Stablinsen-EndoskopesStarre Endoskope bestehen aus einem langgestreckten Hüllrohr (Endoskopschaft), in dem optische Bauelemente wie Prismen und Linsen als ein System angeordnet sind. Ebenso ist im Inneren des Schafts ein separierter Kanal zur Lichtübertragung aus Glasfasern eingebaut. Ferner können weitere Kanäle für Saug- und Spülflüssigkeit und/oder für Instrumente vorhanden sein. Die Lichtzuführung erfolgt meist über lichtleitende Glasfasern. Beim starren Endoskop mit Stablinsen-Technik werden drei Baugruppen des optischen Systems unterschieden.
Das ObjektivDas Objektiv dient dazu das Bild innerhalb der Endoskope entstehen zu lassen. Es ist an der distalen Spitze der Endoskope platziert. Das Objektiv kann aus bis zu 9 Einzellinsen gefertigt sein. Alle abgewinkelten Blickrichtungen wie 5°, 12°, 30°, 50° 70°, etc. erfordern als erstes Bauteil des Objektivs, ein Prisma mit der entsprechenden Abwinklung. Bei Endoskopen mit einer Blickrichtung von 0° entfällt das Prisma.
Stablinsen und UmkehrsystemDas Umkehrsystem ist eine Aneinanderreihung von Stablinsen. Diese dienen der Bildweiterleitung innerhalb des Endoskops. Die OkularlinseDie Okularlinse dient der virtuellen Vergrößerung des Bildes und ermöglicht das Einstellen der Bildschärfe. Der Objektabstand kann je nach Anwendung entsprechend geändert werden.
Aufbau eines flexiblen EndoskopesDie flexiblen Endoskope bestehen aus einem langgestreckten kunststoffummantelten Endoskopschaft, in dem neben lichtübertragenden Glasfasern ebenso optische Bauelemente wie Objektiv und Bildleiter angeordnet sind. Auch bei flexiblen Endoskopen sind weitere separate Kanäle für Saug- und Spülflüssigkeit und/oder für Instrumente vorhanden. Die Lichtzuführung erfolgt meist über lichtleitende Glasfasern. Bei flexiblen Endoskopen mit Bildleiter-Technik werden drei Baugruppen des optischen Systems unterschieden.
Aufbau eines Chip-on-the-Tip-EndoskopesDas Chip-on-the-tip oder Chip-on-the-stick-Endoskop beschreibt eine relativ neue Technik in der Humanmedizin bei der ein Kamerasensor direkt in die Endoskopspitze eingebaut wird. Das im Objektiv entstandene Bild wird auf den Video-Chip weitergeleitet. Dieser wandelt die optische Information in elektrische Signale um und überträgt diese zum Kamerakontroller. Je nach Auflösung der verwendeten Chiptechnologie können diese bis zu 2 Megapixel erreichen.
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