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Kinder-Neuroendoskopie-System nach Hopf

Endoskopischer Blick auf das Foramen Monro
Endoskopischer Blick auf das Foramen Monro

Die Endoskopie hat die neurochirugischen Operationstechniken auf verschiedenartige Weise revolutioniert. Operationen zur Behandlung des Hydrocephalus, Cysten und anderen intraventrikulären Läsionen werden heutzutage immer häufiger endoskopisch durchgeführt.

Therapeutische Strategien beinhalten:

  • Erkennung von radiologisch nicht darstellbaren Pathologien
  • Wiederherstellung der Liquorpassage beim Occlsionshydrocephalus
  • Resektion und Fenestration von Cysten oder kompartimentierten Ventrikelanteilen
  • Resektion und Biopsie intraventrikulärer Tumore
  • Extraktion von Blutkoageln
  • Platzierung und Entfernung von Ventrikelkathetern

Anforderungen an moderne Neurochirurgie-Endoskope

Endoskopischer Blick auf den Boden des dritten Ventrikels
Endoskopischer Blick auf den Boden des dritten Ventrikels

Anforderungen an moderne Endoskope für neurochirurgische Eingriffe sind brillante Bildqualität und Ausleuchtung, hochwertiges Instrumentarium für chirurgische Manipulationen, geringer Aussendurchmesser der Endoskope und
ein ergonomisches und sicheres Handling, um dem Vergleich mit der minimal invasiven Mikroneurochirurgie standhalten zu können.

 

 

 

 

Vorteile des Kinder-Neuroendoskop-Systems

Endoskopischer Blick auf den eröffneten Boden
Endoskopischer Blick auf den eröffneten Boden

Das Kinder-Neuroendoskop-System bietet Einsatzmöglichkeiten für eine Vielzahl neurochirurgischer Operationen, da eine individuelle Gestaltung des Endoskops für die jeweilige Operation aufgrund verschiedener austauschbarer Komponenten ermöglicht wird. Neben dem ausserordentlich geringen Aussendurchmesser und der optimierten Arbeitslänge sind die einfache und sichere Fixierung sowie ein Einsatz zum Arbeiten "um die Ecke" weitere neue Merkmale. Diese Eigenschaften machen das Endoskopsystem im Einsatz gerade bei Neugeborenen und Kindern
besonders wertvoll, es ist aber auch für den Einsatz bei Erwachsenen ideal.

  • Kleiner Durchmesser der Schäfte von 4,4 x 3,3 mm oder 6,1 x 4,8 mm
  • Optiken mit 5°, 30° und 70° Blickrichtung
  • Einsätze für 1 x 6 Charr. oder 2 x 5 Charr. Instrumente
  • Steuereinsatz für das "Arbeiten um die Ecke"
  • Befestigungsadapter für Leila-Halterungssysteme
  • Vielzahl an speziellen endoskopischen Instrumenten

Kinder-Neuroendoskopie-System Indikationen für endoskopische Eingriffe

Hydrocephalus

Endoskopie des dritten Ventrikels
Endoskopie des dritten Ventrikels

Der häufigste endoskopische Eingriff ist die "endoskopische Ventrikulostomie" bei Patienten mit occlusivem Hydrocephalus. Die Schaffung einer Öffnung im Boden des dritten Ventrikels zur präpontinen Zisterne ermöglicht eine physiologische Liquor-Dynamik und ein Shunt-freies Leben für die Patienten (Abb.re). Der asymetrische Hydrocephalus verursacht durch eine unilaterale Obstruktion des Foramen Monro ist eine weitere Indikation für eine endoskopische Behandlung. Die Fenestration des Septum pellucidum, die sog. "endoskopische Pellucidotomie" schafft eine Kommunikation beider Seitenventrikel und kann so einen Shunt überflüssig machen oder im Falle einer reduzierten Liquorresorption zumindest die Implantation eines zweiten Shuntsystems vermeiden. Die endoskopische Shuntanlage und die endoskopische Entfernung adhärenter Ventrikelkatheter erleichtert Shunt-Operationen wesentlich und verbessert die Langzeitfunktion der Shuntsysteme.

Cysten

Endoskopische Fenestration einer Cyste
Endoskopische Fenestration einer Cyste

Indikationen für endoskopische Eingriffe bei intraventrikulären Cyste beinhalten Colloidcysten, Cysten des Plexus chorioideus und Arachnoidalcysten. Der chirurgische Eingriff beruht auf der Entfernung oder breiten Fenestrierung der Cystenwand. Bei der Mehrzahl der Arachnoidalcysten ist die Cystenwand an den umgebenden Strukturen massiv adhärent und hat eine derbe Konsistenz. Deshalb ist die endoskopische Fenestrierung der Cysten die bevorzugte Methode um eine breite Kommunikation zu erzielen. Hilfreich ist bei einer Vielzahl von Fällen der Einsatz von 2 Instrumenten zur gleichen Zeit, um z.B. die Cystenwand während der Fenestratiuon festzuhalten. Speziell bei suprasellären Arachnoidalcysten ist anerkannterweise die endoskopische Fenestration die Methode der Wahl (Abb. re).

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