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TEM Transanale Endoskopische Mikrochirurgie

TEM System

Die Rektumhöhle des Menschen gehört zu den chirurgisch schwer zugänglichen Regionen. Auch gutartige Veränderungen müssen vielfach über einen abdominellen oder sphinkter-durchtrennenden Zugang operiert werden. Endoskopische Verfahren waren lange Zeit auf Schlingenabtragungen begrenzt. Bei der TEM wird mit einem weitlumigen, an seiner Spitze abgeschrägten Rektoskop der Operationsbereich endoskopisch dargestellt. Das Rektoskop ist über ein Haltearmsystem mit dem Operationstisch verbunden, so daß eine stabile Exposition des Operationsfeldes erreicht wird.

Das operative Vorgehen erfolgt über eine stereoskopische Winkeloptik, welche die Präparation unter mikrochirurgischen Bedingungen erlaubt. Zur Operation können bis zu vier chirurgische Instrumente gleichzeitig eingebracht werden. Eine zusätzliche Optik ermöglicht die Videoübertragung für das OP-Team. Voraussetzung für die übersichtliche Präparation ist eine konstante Gasdehnung während des gesamten Operationsablaufes durch eine automatische, druckgesteuerte Gasinsufflation – wobei eine gesteuerte Rollenpumpe Gasverluste vermindert.

Für alle TEM-Operationen hat Richard Wolf ein komplettes, ausgereiftes Operations-Instrumentarium entwickelt, das im weltweiten Einsatz seine
Zuverlässigkeit, Anwenderfreundlichkeit und Effizienz bewiesen hat.

 

Vorteile der TEM gegenüber herkömmlicher Verfahren:
Von der lokalen Exzision durch die TEM im Vergleich zur konventionellen Vorgehensweise mit dem Spreizer.

  • Die lokale Exzision mit dem TEM-System hat kein wesentliches Zugangstrauma. Eine gewisse Überdehnung des Schließmuskels führt in der Regel nicht zu Folgen. Im Vergleich zur Operation mit dem Spreizer wird der Schließmuskel deutlich weniger gedehnt.
  • Die TEM ist im Bereich des gesamten Rektums möglich.
  • Durch die abgewinkelte Optik lässt sich ein guter Einblick auch hinter Polypen erreichen. Bei Verwendung der Stereooptik (High End TEM) ist binokulares Sehen im gesamten Rektum möglich.
  • Durch die Gasdehnung bzw. durch den Einsatz des Geweberückhaltebügels wird eine fast uneingeschränkte Sicht erreicht. Besonders beim Heranziehen von Strukturen, wie z.B. bei der Naht ist somit ein wesentlich freieres Arbeiten wie bei Spreizern möglich.

Transanale Endoskopische Microchirurgie TEM- Prof. Buess

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