Bipolare Resektion

Die Resektion in Kochsalzlösung (Saline, NaCl) findet Anwendung in der Urologie, bei der Resektion der Prostata und Blase, sowie in der Gynäkologie zur Myom- und Endometrium-Resektion und stellt eine Alternative zur monopolaren Resektion dar.
Kochsalzlösung dient hierbei als Spülmedium und Stromleiter in einem und trägt noch mehr zur Patienten-Sicherheit bei, da keine Neutralelektrode am Körper des Patienten angebracht werden muss. Der Strom fließt nicht mehr durch den Körper hindurch, sondern wird durch die Elektrode abgeleitet. Um eine hervorragende Schneideleistung zu erzielen, macht man sich bei der Resektion die Erzeugung von Plasma zu Nutze.

Hier eine kurze Darstellung der Wirkungsweise:

  • Strom erwärmt über die Schlinge die Kochsalzlösung und das Gewebe
  • Entstehung einer Gasblase durch Verdampfen der Kochsalzlösung
  • Strom ionisiert Gasblase zu Plasma
  • Plasma zündet (die Schlinge leuchtet hellgelb)
  • Gewebe verdampft und die Schlinge beginnt zu schneiden


Indikationen:

  • BPH (Benigne Prostatahyperplasie)
  • Blasen-Frühkarzinom, Blasendivertikel


Vorteile:

  • geringe Koagulationstiefe
  • wenig thermische Schädigung in der Tiefe
  • keine Beeinträchtigung der histologischen Qualität

Shark Resektoskope

Arbeitselemente
Shark Arbeitselemente von Richard Wolf sind mit sämtlichen Resektoskop-Schäften ab 22 Charr. / 24 Charr. (Dauerspül-Resektoskop-Schäfte) kompatibel. Durch die Gestaltung der Elektroden können die Arbeitselemente mit 4 mm-Standard-Optiken von 0° bis 30° eingesetzt werden.

Elektroden
Richard Wolf bietet für jede Anwendung spezifisch auf die Anatomie und auf besondere Therapie-Methoden abgestimmte Elektroden.
Spezielle Elektroden für die bipolare Resektion der Prostata und von Blasentumoren sind sowohl für den Einmal- sowie für den Mehrfachgebrauch erhältlich. Für die Verwendung in der Prostata empfehlen wir Elektroden mit einem Schneidedraht-Durchmesser von 0,3 mm mit einer hohen Hämostasewirkung.
Für das Arbeiten in der Blase wurden Elektroden mit einem Schneidedraht-Durchmesser von 0,25 mm konzipiert, welche einen scharfen und glatten Schnitt erzielen. Der Aufbau der Elektroden gewährleistet, dass der Strom von der Schlinge zur Elektrodengabel fließt, ohne thermische Belastung der Harnröhre.

Bipolare Vaporisationselektrode "BiVAP"
Für die bipolare Vaporisation wurde eine spezielle Elektroden-Form entwickelt. Durch die besondere Geometrie der Elektroden-Oberfläche kann das hochenergetische Plasma konzentriert für eine schnelle, effektive und blutungsarme Gewebevaporisation genutzt werden.

Aktuell zählt die bipolare bzw. monopolare Resektion, trotz des Vormarsches des Lasers, weiterhin zum "Gold Standard" bei der Resektion der Prostata.