Desinfektion

Die manuelle Desinfektion wird überwiegend rein chemisch mit unterschiedlichen Wirkstoffen durchgeführt. Es ist darauf zu achten, dass die Einwirkzeit, Konzentration und Materialkompatibilität zu den Medizinprodukten eingehalten wird.

Bei der maschinellen Aufbereitung folgt der Desinfektionsprozess nach dem Reinigungsschritt und kann je nach Medizinprodukt und Verfahren chemisch, chemo-thermisch oder thermisch durchgeführt werden.

Die Gebrauchsanweisung ist eine wesentliche Voraussetzung für die Sicherstellung der Aufbereitbarkeit eines Medizinproduktes und muss deshalb immer beachtet werden.

Manuelle Desinfektion
Die vorgeschriebene Einlegezeit des Desinfektionsmittel-Herstellers beachten und nicht überschreiten.
Mit dem Behälter-System RIWO-Box stellt Richard Wolf für die Nassentsorgung und Desinfektion das sichere und komplette System zur Aufbereitung kontaminierter Instrumente. Einfache und praktische Handhabung durch praxisorientiertes Design garantiert einen sicheren und reibungslosen Arbeitsablauf im Bereich der Instrumenten-Aufbereitung. Die Behälter stehen in verschiedenen Größen zur Verfügung.

Maschinelle Aufbereitung
Es sollten nur Reinigungs- und Desinfektionsgeräte (RDG) -gemäß der internationalen Normenreihe ISO 15883- zum Einsatz kommen, die ausdrücklich für die Reinigung und Desinfektion von endoskopischem Instrumentarium vorgesehen sind.

Einige Kriterien, die zu beachten sind:

  • Alle Instrumente sollten sicher an den Einsätzen oder Körben des Gerätes fixiert sein
  • Alle inneren und äußeren Flächen müssen vom Aufbereitungsmedium erreicht werden
  • Spezielle Aufbereitungskörbe für Optiken verwenden
  • Instrumente mit Kanälen / Hohlkörper müssen an Spezialeinsätzen mit    Spülvorrichtungen oder unmittelbar an den Luer-Lock-Anschlüssen des Gerätes adaptiert werden - für eine optimale Durchspülung
  • Hähne demontieren oder nicht demontierbare Hähne auf Durchfluss-Stellung
  • Die Maulteile der Handinstrumente / Zangen öffnen

Folgt nach der Desinfektion keine Sterilisation, ist die Schluss-Spülung mit entionisiertem Wasser vorzunehmen. Für einen besseren Trocknungseffekt, können die Kanäle von Fiberskopen vor dem Trocknen mit  70%igem Alkohol durchgespült werden (hygroskopische Wirkung durch rasche Verdunstung), anschließend durchblasen - außen mit einem sterilen Tuch trocknen.